Nach der Schule zwar ’nen Plan davon haben, was man machen will – aber keinen davon, was man kann. Mit dem Hobby Geld verdienen. Ein Traum. Am besten schnell und ohne großartig was zu tun. Bloggerin! Also wohin mit mir? Erstmal raus aus dem Dorf. Ab in die Großstadt. Klingt cool, hip und offen.

Es steht fest: Abenteuer Großstadt!

Ab ins Internet, Anzeige gelesen, angeschrieben und hingefahren. Nun sieh an, die kleine Emma im Großstadtdschungel. Zwei Freunde suchen noch WG-Mitbewohner, eine gute Basis, um neue Leute kennenzulernen.

Alles ging schneller als gedacht, WG-Zimmer bekommen und eingezogen. Da war ich nun, endlich so’n richtiges Stadtkind. Ein Typ namens Günther war gleich mit dabei. Somit war die 4er-WG komplett:

Joe, der Werbeheini, Günther, der ehemalige Friseur, Lisa, die Fotografin – und ich, Emma!
Die Möchtegernbloggerin mit der momentan größten Angst, sich unbeliebt zu machen. Nachdem der ganze Umzugsstress vorbei war, war es dann endlich mal Zeit für den ersten gemeinsamen Abend. Erster Gedanke: Womit macht man sich in einer Großstadt-WG aus vier jungen Leuten sympathisch? Alkohol! Einfach Alkohol. Es sollte aber nicht die typische Wodka-E-Mische zum Abschießen sein. Diesmal was Netteres. Der Wein von Zuhause, perfekt!  Perfekt… oder doch nich? Egal, Hauptsache was zum Anstoßen!

Dann die erleichternde Entwarnung, nach leicht verurteilenden und komischen Blicken ein: „Mmh, was’n das?“ – „Wein!“ – Geil, Emma. SEHR präzise. „Ähm ja, ich meine: das ist Wein von zu Hause und der ist richtig gut – sogar Biowein!“ Joe war besonders angetan, meinte sogar, dass ihm sowas in der Stadt gefehlt hat. Laut Günther scheint das nicht nur für reiche, erfahrene Weintrinker was zu sein, sondern einfach mal etwas, dass richtig schmeckt. Danke dafür, Günther. Auch Lisa ist’n cooles Mädel, etwas alternativ, aber ziemlich trinkfest. Die mag ich. Die erste Peinlichkeit ist dann wohl endlich vorüber und ich kann den Abend mit nem netten Wein genießen. Die Gespräche sind lustig und nett, man lernt sich kennen, man mag sich. Zum Glück! Joe wurde mit der Zeit jedoch etwas still und kritzelte in seinem Buch rum, ein Buch, das er komischerweise immer dabei hat. Na ja, Kreativtyp halt, immer die Gedanken raus, damit auch bloß nix verschwendet wird. Gefällt mir sehr. Der Abend wurde länger und länger, die Flaschen immer leerer und leerer. Doch je später es wurde, desto lustiger war’s, wie üblich.

Und plötzlich kam Joe, nach seinem Stillschweigen, auf die bekloppte Schnapsidee, diesen unbekannten Dorfwein in die große Stadt zu holen.

What?

 

Wie es weiter geht, erfährst du hier.

Die fünf Großstadthelden Bio-Weine